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Passend zum Gastlandauftritt: Kettly Mars, Lyonel Trouillot und Louis-Philippe Dalembert auf der Frankfurter Buchmesse/in Deutschland

Drei Autoren können Ihnen aus erster Hand über Haiti berichten – ein Land, das viele Schriftsteller verlassen haben, weil die desolate Lage sie dazu treibt. Kettly Mars, Louis-Philippe Dalembert und Lyonel Trouillot sind dennoch (fast) im Land geblieben und schreiben weiter. Viele ihrer Romane sind auf Deutsch bei Litradukt erschienen, dem einzigen auf haitianische Literatur spezialisierten Literaturverlag.

Wir bringen Sie gern auf der Buchmesse mit ihnen zusammen, versorgen Sie auch bei Interesse mit Büchern und lenken Ihr Augenmerk auch gleich auf den neuen Roman von Lyonel Trouillot. Lyonel Trouillot und Kettly Mars werden sich ab dem 11. bzw. ab dem 12. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse aufhalten und sind zu Interviews gern bereit.

Louis-Philippe Dalembert, Lyriker, Romanautor, Literaturwissenschaftler und Journalist, wurde 1962 in Port-au-Prince geboren, hat die ersten 25 Jahre seines Lebens in Haiti verbracht und durchstreift seither nach eigener Aussage als Vagabund die Welt (Nord- und Südamerika, Karibik, Afrika, Europa, den Nahen und Mittleren Osten). Er lebt heute zwischen Paris, Rom und Port-au-Prince. Seine Bücher wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt. Er liest am 13.9. in Hamburg, am 14.9. in Mainz aus seinem Roman „Die Götter reisen in der Nacht“ (Litradukt 2015). Bereits 2008 erschien der Roman „Jenseits der See“, der sich auf der Litprom-Bestenliste platzieren konnte.

Kettly Mars, 1958 in Port-au-Prince geboren, erhielt eine klassische Bildung und arbeitete als Verwaltungsangestellte. Ab den 90er Jahren machte sie sich in Haiti als Lyrikerin einen Namen. In Deutschland erregte zunächst ihr Artikel über das Erdbeben in Haiti Aufmerksamkeit (»Ich habe überlebt«, DIE ZEIT vom 21.1.2010), dann die Romane „Fado“ (2010), „Wilde Zeiten“ (2012), „Vor dem Verdursten“ (2013) und „Ich bin am Leben“ (2015). Kettly Mars wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem niederländischen Prins-Claus-Preis und hat mehrere erfolgreiche Lesereisen im deutschsprachigen Raum unternommen.

Lyonel Trouillot wurde 1965 in Port-au-Prince geboren, wo er noch heute lebt. Nach einem Jurastudium wandte er sich ganz seiner eigentlichen Leidenschaft, der Literatur, zu. Er schreibt Lyrik und Prosa in kreolischer und französischer Sprache. Seine Romane, etwa „Jahrestag“ (Litradukt 2012) (Bicentenaire, Actes Sud 2006),Yanvalou für Charlie“ (Liebeskind 2016) (Yanvalou pour Charlie, Actes-Sud 2009) sowie „Die schöne Menschenliebe“ (Liebeskind 2014) (La Belle Amour humaine, Actes Sud 2011) machten ihn international bekannt und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Als Mitglied und Sprecher des Collectif Non, einer Initiative von haitianischen Intellektuellen, gehörte er zu den wichtigsten Opponenten gegen das Regime von Jean-Bertrand Aristide. Trouillot lehrt französische und kreolische Literatur an der Universität Port-au-Prince. Auf Deutsch bei Litradukt gerade erschienen: „Thérèse in tausend Stücken“. Mehr hier: http://www.litradukt.de/buecher/therese-in-tausend-stucken/

Aus seinem „magisch pulsierenden“ (SZ) Roman „Die Götter reisen in der Nacht liest Louis-Philippe Dalembert

13.9.17, 19.30 Uhr:  Literaturhaus, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg, Eintritt 7 Euro/4 Euro
Lesung der deutschen Texte: Thomas Plaichinger
14.9.17, 19 Uhr: Institut Français, Schillerstr. 11, 55116 Mainz, 19.00 Uhr, Eintritt frei
Lesung der deutschen Texte: Marina Buch

 

Pressekontakt: 
Margarete Schwind, E-Mail: ms@nullschwindkommunikation.de, Telefon: (030) 31 99 83 20