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Vom Verschwinden der Computer in Bildung und Gesellschaft. Oder: Wie die neuen Medien unser Leben und die Weltwahrnehmung verändern

Berlin, 14. Dezember 2017.- Nach ABFALL, DATALOVE und FACEBOOK GESELLSCHAFT plädiert der international bekannte Medienwissenschaftler Roberto Simanowski  in seiner Streitschrift für eine neue Medienbildung, die kritisch operiert statt affirmativ. Nicht allein die Anwendungskompetenz muss im Zentrum der Bildung stehen, sondern die Frage, wie die neuen Medien unser Leben und unsere Weltwahrnehmung ändern.

In der Politik fehlen die Konzepte,  Unternehmer geht es um den Gewinn. Diskussionen finden nicht statt und  die gelegentliche Kritik an Fake News, Filterblasen und dem Verlust der Privatsphäre trifft nur die Symptome einer viel grundsätzlicheren Gefahr für das Fortbestehen unserer Demokratie. Auch die Schulen und Universitäten entziehen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, wenn sie nur vermitteln, wie man die neuen Medien sicher nutzen und effektiv in der Forschung einsetzen kann, statt auch die kulturstiftende Funktion des Computers zu betrachten.

Roberto Simanowski
Stumme Medien
Vom Verschwinden der Computer in Bildung und Gesellschaft
ca 300 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
Matthes & Seitz Berlin
ISBN: 978-3-95757-521-0
Preis: 24,00 €
ET: voraussichtlich Ende Februar 2018

Roberto Simanowski studierte Literatur- und Geschichtswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, promovierte zur Massenkultur um 1800 und habilitierte sich zur Ästhetik digitaler Medien. Seine Forschungsgebiete sind Postmodernismus, Multikulturalismus, Ästhetik und Kultur digitaler Medien. Simanowski arbeitete an Harvard University, Brown University und Universität Basel und ist seit 2014 Professor für Digital Media Studies und Digital Humanities an der City University Hong Kong. Er ist Gründer und Herausgeber des Journals für Kunst und Kultur digitaler Medien dichtung-digital, Autor von acht Monografien und Herausgeber von sechs Sammelbänden. Zu den Monografien gehören: Interfictions. Vom Schreiben im Netz (Edition Suhrkamp 2002); Digitale Medien in der Erlebnisgesellschaft. Kultur – Kunst – Utopie (Rowohlts Enzyklopädie 2008); Digital Art and Meaning. Reading Kinetic Poetry, Text Machines, Mapping Art, and Interactive Installations (University of Minnesota Press 2011), Digital Humanities and Digital Media. Conversations on Politics, Culture, Aesthetics, and Literacy (Open Humanities Press 2016) sowie die bei Matthes & Seitz erschienenen Studien zur Kultur digitaler Medien Data Love (2014) und Facebook-Gesellschaft (2016), deren dritter Teil, Medienbildung, 2017 erscheint.

 

Pressekontakt:
Margarete Schwind, Tel.: 030 31 99 93 20 // 0171 991 7714, ms@nullschwindkommunikation.de